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Brand bei der Fuldaer Firma Teclac

Massiver Feuerwehreinsatz verhinderte Schlimmeres

Fulda, 16.07.10
(hm). Um 20.55 Uhr meldete die Brandmeldeanlage der Firma Teclac im Industriegebiet Fulda-West einen Brand der Feuerwehrleitzentrale Fulda.

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Teclac
Die Fuldaer Feuerwehr rückte mit einem massiven Aufgebot aus und fand ein Feuer in der linken Hälfte des Industriestandorts vor.
Der Feuerausgangspunkt befand sich in der Versandlagerhalle (Qualitätssicherung und Auslieferung an die Kunden) des Unternehmens.

Um 21.00 Uhr vermeldete der Deutsche Wetterdienst eine Unwetterwarnung für Osthessen, was die Lage für die Feuerwehr nicht vereinfachte. Denn gleichzeitig zum Großbrand hatte die Feuerwehr über 50 Brand- bzw. Sturmmeldungen  im Stadtgebiet zu bewältigen.

Aufgrund der Größe und Komplexität des Brandes bei Teclac unterstützten die Feuerwehren des Landkreises aus Großennlüder, Petersberg, Künzell-Bachrain, Hofbieber und Hünfeld unter Leitung des Kreisbandmeisters 04, Bernhard Wehner, sowie die freiwilligen Feuerwehren der 17 Stadtteile mit Wehr die Fuldaer Brandschützer. Einsatzleiter Thomas Hinz bedankte sich für die hervorragende Unterstützung und die überragende Arbeit. Ein Dank geht auch an die Werksfeuerwehr der Goodyear Dunlop Tires Germany GmbH (Gummiwerke), die ebenfalls nachts vor Ort waren.

Vorbeugender Brandschutz war goldeswert

Ein großes Lob ist an den vorbeugenden Brandschutz der Unternehmung Teclac auszusprechen. "Die Brandabschnitte haben gehalten, so konnte das Feuer  eingedämmt bleiben und es konnte ein überspringen auf die weitere Produktion verhindert werden", so Hinz.

Durch das Unwetter und die immensen Windböen, was die Löscharbeiten ungemein erschwerte, wurde das Feuer in der Halle derart angefacht, so dass es Teile des Verwaltungsgebäudes in Mitleidenschaft
  gezogen hat. Das als Gebäudekomplex auf die Lagerhalle aufgesetzte Verwaltungsgebäude ist jedoch baulich so erstellt, dass zum einen die Produktion und dann auch das Feuer unter diesem hindurch in einen weiteren Abschnitt übergriff, hier jedoch durch den baulichen Brandabschnitt mit F90 Brandschutztoren aufgehalten werden konnte. "Wir mussten die Brandtore kühlen, da der Brand eine enorme Hitze entstehen ließ", gibt Hinz die Problematik zu bedenken.

Bürgermeister Dr. Dippel machte sich noch in der Nacht ein Bild vom Flammeninferno und dankte am frühen Morgen den engagierten Feuerwehrkameradinnen und Kameraden.

Paul Heid, Brandermittler des Polizeipräsidiums Osthessen, untersucht nun mit Hilfe seiner Kollegen vom Landeskriminalamt die Brandstelle nach der Entstehungsmöglichkeit des Brandes.

"Wir können wahrscheinlich einen Blitzschlag ausschließen, da die Brandmeldeanlage vor dem Unwetter Warnung gab, jedoch abschließende Begutachtung steht noch aus", so Heid.

Zur Zeit untersuchen die städtische Bauaufsicht, ein bestellter Statiker und die Betriebsleitung die betroffenen Hallen, ob die Brandstelle begangen werden kann und ob mit den Aufräumarbeiten begonnen werden kann. "Das Feuer ist aus, wir löschen nur noch punktuell evtl.
Feuernester", so Hinz, der der gesamten Feuerwehr ein dickes Lob aussprechen kann. Über 150 Feuerwehrfrauen und Männer waren
mit 20 Fahrzeugen im Einsatz. "Wir standen vor einer Feuerhölle und haben diese gemeinsam bewältigt", freut sich Hinz über die
Leistung der Feuerwehr von Stadt und Landkreis.

Bürgermeister Dr. Dippel sieht es für gut an, dass der Brandschutz vor Ort so ernst genommen wurde.
Feuerwehr, Polizei, Betriebsleitung und die Stadtverwaltung werden weiter gemeinsam handeln und informieren.



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