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Symbol für das Zusammenwachsen Europas

Kulturstraße Via Regia als Verbindung zwischen West und Ost

Fulda, 28.07.10
Geschichtsträchtige Orte und gleichzeitig Zeichen für eine gemeinsame europäische Identität sind die Regionen, die an der Via Regia, der großen Kulturstraße des Europarats, liegen.

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Via Regia
4.500 Kilometer lange Verbindung zwischen West- und Osteuropa schlängelt sich durch insgesamt acht Länder und führt im Kreisgebiet von Flieden nach Fulda und über Hünfeld und Rasdorf im Hessischen Kegelspiel weiter ins thüringische Vacha. Der Verlauf in der Region erinnert somit an die alte Handelsstraße von Leipzig nach Frankfurt.  „In erster Linie ist die Via Regia ein Symbol für das Zusammenwachsen Europas“, beschreibt Alexander Sust, Mitglied der hessischen Planungsgruppe Via Regia. Sie gebe den Menschen entlang ihrer Linienführung den Raum, sich als Europäer zu fühlen und mit anderen Regionen in Kontakt zu treten.  Für eine Region wie Fulda, die ehemals im Grenzgebiet lag, hat ein solches Projekt sicher eine besondere Bedeutung. Im Landkreis sind im Rahmen der Kulturstraße inzwischen einige Projekte und Aktivitäten entstanden. Dazu gehört zum Beispiel, dass im vergangenen Jahr in der Löherstraße in Fulda, durch die die Verbindung einst führte, ein Schild mit einem Hinweis auf die Kulturstraße enthüllt wurde. Aber auch in vielen Orten, wie etwa Steinau an der Straße mit dem Museum Steinau, kann regionale und europäische Geschichte nachvollzogen werden.  „Die Via Regia ist primär kein touristisches Projekt, sondern soll dem gegenseitigen Austausch dienen“, unterstreicht Yvonne Winter, ebenfalls Mitglied der Hessischen Planungsgruppe Via Regia. Ganz im Sinne dieser Konzeption sei die Via Regia als Möglichkeit zur Begegnung und zum Erlebnis sowohl im kleinen Raum als auch im europäischen Kontext gedacht. „Wir sind kein Verein, sondern haben eine offene Struktur, die es jederzeit ermöglicht, mitzumachen. Wir wollen die Menschen zusammenbringen“, erläutert Winter weiter.  Im Landkreis Fulda und auch darüber hinaus sind die Grundlagen für eine solche Vernetzung bereits erfolgreich gelegt worden. Zu den vier hessischen Regionalforen, die die Planungsinitiative unterstützen, gehören zwei regionale Gruppen: das Regionalforum Fulda Südwest sowie der Verein Natur- und Lebensraum Rhön. Im Frühling dieses Jahres unterzeichneten Vertreter der vier Regionalforen eine Erklärung, an Projekten entlang der Via Regia mitzuarbeiten. Dabei ist es jedem Partner freigestellt, auf welche Weise und mit welchen Ideen und Projekten er sich an der Kulturstraße beteiligen möchte. Durch die Planungsgruppe Via Regia ist es aber möglich, die regionalen Partner national und international miteinander zu vernetzen und zum Erfahrungsaustausch sowie zur Kooperation anzuregen.  „Wir haben viele Partner gefunden und müssen nun den Namen Via Regia mit Leben füllen“, beschreibt Sust die gegenwärtigen Aufgaben. Positive Effekte für den Bekanntheitsgrad der Kulturstraße werden auch von der im Jahr 2011 in Sachsen stattfindenden Landesausstellung zur Via Regia erwartet. Gegenwärtig ist bereits das Via Mobil als „rollender Botschafter“ quer durch Europa unterwegs, um für die Landesausstellung zu werben und filmische Eindrücke entlang der Via Regia zu sammeln. Die internationale Tour führt längs der Via Regia von Santiago de Compostela in Spanien bis Kiew in der Ukraine. Am morgigen Montag kommt das Via Mobil nach Flieden und Neuhof, um dort Filmaufnahmen zu machen und Eindrücke aus dem Landkreis mit in die anderen Regionen und Länder zu nehmen. Am heutigen Mittwoch hält das Via Mobil auf dem Buttermarkt in Fulda, um die Kulturstrasse zu präsentieren. Eine gute Gelegenheit für alle Interessenten, die Via Regia mit all ihren Facetten kennen zu lernen.

Foto: Bei Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung von links nach rechts: Geschäftsführer Martin Kremer (Verein Natur- und Lebensraum Rhön), Bürgermeister Walter Strauch (Steinau an der Straße), Regionalmanagerin Sigrid Wetterau (Regionalforum Hersfeld-Rotenburg), Geschäftsführer Klaus Karger (Verein Oberhessen), Vorsitzender Bruno Block (Regionalforum Fulda Südwest) Foto: Winter

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