Schottener Unternehmensgruppe Prebena feiert in diesem Jahr 50-j
Schottener Unternehmensgruppe Prebena feiert in diesem Jahr 50-jähriges Bestehen
In diesen Wochen sind etliche Mitarbeiter der Schottener Firma Prebena oft auf Achse, weil das Unternehmen in der Welt der Befestigungstechnik (vom Druckluftnagler bis zur Heftklammer) Flagge zeigen muss. Zwei wichtige Messen in Köln (Dach + Holz sowie Eisenwarenmesse) mussten wahrgenommen werden, danach geht es gleich weiter nach München. Und dann steht im Juni das 50-jährige Betriebsjubiläum an.
Firmenbesitzer Wilfried Bornemann erinnert sich gerne an die Anfänge. Der gebürtige Norddeutsche liebt auch heute noch das Understatement. Am 4. Juni 1960 ging er zur Industrie- und Handelskammer in Hamburg, wo er Jahre zuvor die Abschlussprüfung zum Industriekaufmann abgelegt hatte. Jetzt wollte er im Handelsregister rausfinden, welches seiner ihm vorschwebenden drei Warenzeichen für die Firmengründung noch frei waren. Druna (Druckluftnagler), Henag (für Heftnagler) oder Prebena (Pressluftbenagelung). Zwei waren schon vergaben, Prebena noch nicht. Somit war dieser Punkt reguliert. Dass das Ganze dann von Hamburg in den Vogelsberg auf Kurs geriet, daran war der Onkel (Bruder seiner Mutter) Hans Hochfeld nicht schuldlos, denn dieser betrieb zu jener Zeit einen Gasthof am Hoherodskopf.
Und in diesem lernte Wilfried Bornemann an einem Abend Friedel Duchard kennen, den 22-jährigen Sohn eines Schottener Steuerberaters. In dessen Büro (Niddastraße 7) wurde schließlich die Großhandelsfirma Prebena, Wilfried Bornemann, gegründet.
Von da an ging es bergauf, aber natürlich dauerte es seine Zeit, bis heutige Verhältnisse erreicht wurden. Die heutigen Verhältnisse, das sind 20 Prebena-Gesellschaften in aller Welt und acht Produktionsgesellschaften. Technologie von Schotten aus geht rund um den Globus. Wilfried Bornemann, nur ein bisschen in die Jahre gekommen aber körperlich und geistig topfit, macht selbst weiter aktiv mit. An vorderster Front. 100 Flugstunden absolvierte er jüngst in enger Zeitspanne - von Asien bis USA. Er habe keinen krankhaften Ehrgeiz, sagt er glaubhaft. Aber eine gesunde Selbsteinschätzung zeichnet ihn aus. Wenn es ums Controlling und Finanzmanagement geht, macht ihm ohnehin keiner was vor. Die schwere Wirtschaftskrise hat Prebena, trotz markanter Umsatzeinbußen vor allem in den USA, gut überstanden. "Wir mussten keine einzige betriebsbedingte Kündigung vornehmen", vermeldet er stolz. Stolz ist er zudem darauf, dass 14 Azubis am Stammsitz in Schotten ausgebildet werden. Als kürzlich vier neue Ausbildungsplätze veröffentlicht wurden, haben sich 90 Bewerber gemeldet. "Unser Image hat draußen einen hohen Stellenwert", freut sich der Inhaber, dem so etwas ganz wichtig ist. Und für die Zukunft hat Bornemann das Unternehmen so aufgestellt, dass ein Beirat, in dem wichtige Persönlichkeiten sitzen, die Firmengeschicke begleiten.
Wie breit gestreut Prebena sich mittlerweile auf internationaler Ebene präsentiert, das dürfte am 18. Juni (ein Freitag) in der Schottener Festhalle deutlich werden. Dort findet dann die große Jubiläumsfeier zum Fuffzigsten statt. Eingeladen werden Top-Leute der Firmengruppe aus aller Welt. Ein buntes Bild gibt das.
Foto: Bei der Messe Dach + Holz zeigte Prebena weithin sichtbar Präsenz. Bilder: pd
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