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Jubiläum

Bedeutung für die Region und weltweite Aktivitäten hervorgehoben

Nidda, 01.07.10
Mit zahlreichen Ehrengästen feierte das Bauunternehmen Adolf Lupp GmbH + Co KG in Nidda-Harb sein 100-jähriges Bestehen.

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Bedeutung für die Region und weltweite Aktivitäten hervorgehoben
Alle Redner, an der Spitze Hessens Vize-Ministerpräsident Jörg-Uwe Hahn, stellten die Bedeutung des Mittelständlers für die Region und auch seine weltweiten Aktivitäten in den Fokus ihrer Ausführungen. Beeindruckende Zahlen fanden dabei ebenfalls Erwähnung.

Eine davon nannte der geschäftsführende Gesellschafter Thomas Lupp. Auf der tags zuvor durchgeführten Mitarbeiter-Festivität seien 6270 Jahre Betriebszugehörigkeit anwesend gewesen.
Der Präsident des Zentralverbands des deutschen Baugewerbes, Dr. Hans-Hartwig Loewenstein, hatte das seit dem Jahr 1926 bestehende Verbandsarchiv durchstöbern lassen. Dabei ergab sich, dass die Firma Lupp seitdem bis heute über 800 Ausbildungsverträge für gewerbliche Mitarbeiter abgeschlossen hat. Loewenstein: „Das ist wahrlich beispielhaft und eine beeindruckende Zahl.“ Selbst in den wirtschaftlich und politisch schwierigen Zeiten zwischen 1929 und 1946 seien regelmäßig fünf bis sieben Mitarbeiter jährlich zum Maurer ausgebildet worden.
Seit Gründung des überbetrieblichen Ausbildungszentrums der Bauwirtschaft in Nidda würden von Lupp durchschnittlich 15 neue Ausbildungsverträge per anno abgeschlossen. Diese Ausbildungsbereitschaft trage wesentlich zur Standortsicherung der Einrichtung bei. Die hervorragende Qualität der Ausbildung im Unternehmen sei durch mehrere Innungs- und Kammersiege bestätigt worden, und dies sei der Schlüssel zum Erfolg einer Baufirma.
Hessens Justizminister und stellvertretender Ministerpräsident Jörg-Uwe Hahn ging auf weitere Grundsteine des Erfolgs der Firma Lupp ein. „Auch in einem typischen Familienunternehmen läuft das nicht immer wie geschnitten Brot, sondern erfordert Durchhaltevermögen und die Fähigkeit, über den Tellerrand hinaus zu schauen.“ Dies habe die Firma Lupp getan.
Erst von Nidda nach Frankfurt, daraufhin nach Berlin, „und dann wurde auf dem globalen Markt die richtige Nische gefunden“.
Im Gegensatz zu einem Dax notierten Konzern denke der Mittelständler nachhaltig. „Und er hat eine starke Bindung zur Region, zu den Menschen, zu den Vereinen und Institutionen.“ Dank richtete Hahn auch an Lupp, weil das Unternehmen sich stark engagiere bei der Aktion „Wir Hessen helfen Haiti.“
Diesen Ball hatte Thomas Lupp schon zu Beginn der Festivität aufgenommen. Aktionsgründer Reinhard Schneider weilte unter den Gästen und feierte just an diesem Tag Geburtstag, was bei Erwähnung durch Lupp viel Beifall fand.

Ebensolchen Beifall gab es für den ehemaligen Bundespostminister Dr. Christian Schwarz-Schilling, den Thomas Lupp deswegen besonders begrüßte, weil das Unternehmen eine längere Beziehung zu ihm pflegt. Seit kurz nach der Wende.
Damals war es auch Schwarz-Schilling zu verdanken, dass die Firma aus Nidda den Auftrag für die Errichtung mannigfacher digitaler Umsetzstationen in Ostdeutschland erhielt. Lupp: „Sie, Herr Schwarz-Schilling, und wir haben Thüringen gemeinsam telefonfähig gemacht.“

Auf die Mitarbeit des Firmenchefs im Präsidium der Industrie- und Handelskammer Gießen-Friedberg (IHK) ging deren Präsident Dr. Wolfgang Maaß ein. „Thomas Lupp ist ein engagierter und motivierter Vize-Präsident. Auf Grund seiner Art bereitet es großen Spaß, miteinander etwas zu bewirken.“ Auch dessen mittlerweile verstorbener Vater Karl Ludwig Lupp habe als Vize-Präsident der damaligen IHK Friedberg bereits einen wichtigen Beitrag zur Fusion mit der Kammer in Gießen geleistet.
Die Kontinuität in der Familie, so Maaß, sei halt ein wichtiger Grundstein für den Erfolg der Firma. Der Präsident sowie IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Matthias Leder überreichten daraufhin zum „100-Jährigen“ eine Urkunde. 100 Jahre Firmengeschichte Revue passieren ließ die vierte Generation der Familie. Die Zwillinge Sina und Yann Lupp bewältigten dies in lockerer Art und Weise, schilderten auch in Mundart, wie in den Nachkriegsjahren ein Mitarbeiter vom Büdinger Landratsamt abgeworben und die Bezahlung festgemacht wurde, was den Modalitäten jener Zeit entsprach.Da kam nicht nur bei vielen älteren Festgästen Freude auf. Der Mutter der beiden, Ulla Lupp, die auch das gesamte Fest organisiert hatte, was ihr großes Lob von Ehemann Thomas einbrachte, blieb es vorbehalten, durchs Programm zu führen. Wobei sie nicht unerwähnt ließ, dass für die herrliche Dekoration des Festzelts das Hirzenhainer Deko-Studio Schwab und für das ebenso herrliche Bufett das „Rote Haus“ in Rockenberg verantwortlich seien - also zwei heimische Betriebe.
Heimische Grüße überbrachte Niddas Bürgermeister Hans-Peter Seum, der darauf aufmerksam machte, dass die Firma Lupp „den Namen unserer Stadt in die Welt getragen hat“. Außerdem habe sie sich in vielen sozialen Bereichen verdient gemacht und sei natürlich für die Kommune ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Betriebsratsvorsitzender Gerd Frank fand die treffenden Worte, denn er sprach das aus, was früher immer mit Kultstatus die Runde machte: „Was Krupp in Essen, ist Lupp in Hessen.“



Foto: Der hessische Justizminister und stellvertretende Ministerpräsident Jörg-Uwe Hahn (links) begrüßt Firmenchef Thomas Lupp (rechts) sehr herzlich.Bild: Kunert


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