Fulda | 04.01.2012
Die Arbeitslosenquote im Landkreis Fulda liegt weiter bei 3,5 Prozent und ist damit die niedrigste aller hessischen Agenturbezirke. Jeder vierte Arbeitslose ist 55 Jahre oder älter.
Aufgrund der milden Witterung ist die Arbeitslosigkeit im Dezember 2011 auf dem Niveau des Vormonats geblieben. Insgesamt waren 3.923 Menschen ohne Arbeit. Dies waren 23 mehr als im November. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr betrug 827 (-17,4 Prozent; Hessen: -8 Prozent). Die Zahl der bei der Arbeitsagentur Fulda arbeitslos gemeldeten Menschen lag mit 1.620 im Dezember um 353 niedriger als im Vorjahr (-17,9 Prozent). Beim Amt für Arbeit und Soziales waren 2.303 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, was einem Rückgang um 474 (-17,1 Prozent) entspricht. Die Arbeitslosenquote liegt unverändert bei 3,5 Prozent und ist damit die niedrigste aller hessischen Agenturbezirke.
„Der Rückblick bis ins Jahr 1979 belegt, dass es in diesem Zeitraum eine so niedrige Arbeitslosigkeit in einem Dezember in unserer Region noch nicht gegeben hat“, erläutert Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Fulda. Neben dem ungewöhnlich milden Wetter macht er eine nach wie vor stabile Konjunktursituation für die gute Beschäftigungslage verantwortlich. „Allen Diskussionen über die Finanzkrise und die Staatsschulden zum Trotz ist der Arbeitsmarkt stabil geblieben“, erklärt Agenturchef Dombrowski.
Vom Rückgang der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahresmonat haben in unterschiedlichem Ausmaß alle Personengruppen profitiert – Frauen und Männer gleichermaßen (-17.4 Prozent), jüngere Arbeitslose unter 25 Jahren (-12.9 Prozent) und ältere Arbeitslose über 50 Jahren (-8,6 Prozent). Problematisch gestaltet sich der Abbau der Beschäftigungslosigkeit bei Personen, die 55 Jahre und älter sind (-3,9 Prozent). Mittlerweile ist fast jeder vierte Arbeitslose 55 Jahre oder älter.
Nachdem die Arbeitsagentur Fulda in den vergangenen zwei Jahren auf der Stellenseite deutliche Zuwächse verzeichnen konnte, sind im Dezember die Zugänge offener Stellen deutlich gegenüber dem Vorjahr gesunken. Mit 396 Stellen akquirierte der Arbeitgeberservice 22 Prozent weniger als im Dezember 2010. Im Bestand hat die Arbeitsagentur aktuell 1.388 Stellen. Dies sind 30 Prozent mehr als im Dezember vergangenen Jahres. Inwieweit und in welchem Maß der hiesige Arbeitsmarkt von den gedämpften Konjunkturerwartungen in Europa betroffen sein wird, lässt sich derzeit nicht vorhersagen.

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