Fulda | 05.09.2011
* Arbeitsmarkt lässt sich von Diskussionen um nachlassendes Wirtschaftswachstum nicht bremsen
* Ungeachtet der Diskussionen um die schwierige Finanzlage in Europa und eine erwartete Abschwächung des Wirtschaftswachstums zeigt sich der Arbeitsmarkt in der Region Fulda äußerst robust.
* Gegenüber dem Juli sank die Arbeitslosigkeit im August um 357 auf 4.335 arbeitslose Personen.
* „Einen Rückgang haben wir aufgrund der Beendigung der Sommerferien erwartet, aber er ist wesentlich stärker ausgefallen als in den Vorjahren“ erläutert Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Fuldaer Arbeitsagentur.
Zudem weist der Agenturbezirk Fulda, der mit den Landkreisgrenzen identisch ist, den stärksten Rückgang bei der Arbeitslosigkeit innerhalb der letzten 12 Monate in Hessen auf. Während in der heimischen Region die Erwerbslosigkeit in diesem Zeitraum um fast 19 Prozent sank, ging sie hessenweit um 7,5 Prozent zurück.
Der deutliche Abbau der Arbeitslosigkeit ist sowohl bei der Agentur für Arbeit als auch beim Amt für Arbeit und Soziales, das für die Betreuung von Langzeitarbeitslosen zuständig ist, zu verzeichnen. Bei der Agentur für Arbeit sind 1.775 Personen arbeitslos gemeldet, beim Amt für Arbeit und Soziales 2.560 Personen.
Waldemar Dombrowski freut sich vor allem über die gute Entwicklung bei den jüngeren Arbeitslosen unter 25 Jahren. Waren vor einem Jahr noch nahezu 700 jüngere Menschen auf Stellensuche, sind es heute 534. Dies entspricht einem Rückgang von über 23 Prozent. Nachdem in den vergangenen Monaten die Arbeitslosigkeit vor allem bei Männern stark abgebaut wurde, holen nun Frauen immer stärker auf.
Stabilisiert hat sich der Rückgang inzwischen bei den älteren Arbeitslosen über 50 Jahren. Bei einem Rückgang um 166 (-9,7 Prozent) auf 1.537 ist dennoch mehr als jeder dritte Arbeitslose älter als 50 Jahre. Je länger die Arbeitslosigkeit andauert, desto schwieriger gestaltet sich die Integration der Älteren in den ersten Arbeitsmarkt. Dies gilt insbesondere für Langzeitarbeitslose.
Der Altkreis Hünfeld, der traditionell eine relativ positive Arbeitsmarktlage aufweist, hat erneut von der guten konjunkturellen Entwicklung profitiert. Hier liegt die Arbeitslosenquote derzeit bei 3,3 Prozent. „Damit befinden wir uns an der Schwelle zur definierten Vollbeschäftigung“, fasst Dombrowski zusammen.
Ein wichtiges Indiz für die gute Beschäftigungssituation ist der Stellenzugang beim Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur. Im August des Vorjahres konnten 417 Arbeitsstellen akquiriert werden, in diesem August waren es 528 (+26,6 Prozent). Der zunehmende Fachkräftemangel macht es den Vermittlerinnen und Vermittlern jedoch in einigen Branchen und Berufen zunehmend schwer, die Stellen schnell zu besetzen. So stieg die Laufzeit der Stellenaufträge gegenüber dem Vorjahr spürbar an. Gleichwohl gelingt es durch intensive und enge Kooperation mit den Betrieben immer wieder, die dringend gesuchte Arbeitskraft zu vermitteln. Besonderer Bedarf besteht derzeit an Arbeitskräften im gewerblich-technischen Bereich sowie in der Alten- und Krankenpflege und im Hotel- und Gaststättengewerbe.
Vorsichtig optimistisch, aber auch nachdenklich gibt sich Agenturchef Dombrowski im Hinblick auf die kommenden Monate: „Bei der Betrachtung der relevanten Daten und aufgrund der Gespräche mit den Unternehmen, ist festzuhalten, dass wir gegenwärtig eine hervorragende Arbeitsmarktsituation haben. Dies ist eine gute Basis für die Entwicklung im anstehenden Herbst. Gleichwohl hoffe ich, dass sich die Turbulenzen auf den Finanzmärkten wieder beruhigen und die Realwirtschaft keinen nachhaltigen Schaden nimmt.“
Weiterhin in Bewegung zeigt sich der Ausbildungsmarkt in der Region Fulda. Rund 150 junge Menschen, die mit Unterstützung der Arbeitsagentur eine Ausbildungsstelle suchen, haben noch keinen Ausbildungsvertrag in der Tasche. „Unsere Berufsberater können den Bewerbern aber viele interessante Ausbildungsangebote unterbreiten“, sagt Sandra Hertrampf, Leiterin des operativen Bereichs der Agentur für Arbeit Fulda.
Insgesamt stehen 145 unbesetzte Ausbildungsstellen zur Verfügung. Diese reichen von den allseits bekannten Berufen wie Berufskraftfahrer/in, Hotelfachfrau/mann, Koch/Köchin und Holzbearbeitungsmechaniker/in bis hin zu den weniger geläufigen, aber sehr interessanten Ausbildungsberufen wie Schornsteinfeger/in, Steinmetz/in und Steinbildhauer/in sowie Sport- und Fitnesskaufmann/frau (s. Liste im Anhang).
Da im nächsten Jahr aufgrund des doppelten Schulentlassjahrgangs in den Gymnasien wieder eine schwierigere Bewerbersituation zu erwarten ist, appelliert Hertrampf an alle potenziellen Bewerber, jetzt noch die Chance zu nutzen und umgehend einen Termin bei der Berufsberatung zu vereinbaren.
Die Berufsberatung ist erreichbar unter der Servicerufnummer 01801 – 555 111 (Festnetzpreis 3,9 ct/min; Mobilfunkpreise höchstens 42 ct/min).

Der in den Sommermonaten übliche saisonale Anstieg der Arbeitslosigkeit macht sich in diesem Jahr in der Region Fulda kaum bemerkbar. Die Zahl der Arbeitslosen stieg ... [zum Artikel »]

Im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz in der Arbeitsagentur Fulda stellten Landrat Bernd Woide und Agenturchef Waldemar Dombrowski mit ihren Mitarbeitern die Lage ... [zum Artikel »]

Quote: 5,3 Prozent / 33 Betriebe von der Kurzarbeit zur Vollarbeit zurückgekehrt
Einen deutlichen Abbau der Arbeitslosigkeit verzeichnete die Agentur ... [zum Artikel »]

* Arbeitslosigkeit in der Region Fulda sinkt auf 4,9 Prozent * „Jung“ und „Alt“ profitieren [zum Artikel »]

Das Arbeitsamt Fulda meldet gute Zahlen. Warmer November, Kurzarbeitergeld und leichte Impulse halten Krise in Schach. [zum Artikel »]
Die aktuellen Ausgaben der mittelhessischen IHK-Magazine hier zum downloaden!
Lernen Sie Persönlichkeiten aus Mittelhessen kennen!
Technolit GmbH - vom Ein-Mann-Betrieb zur erfolgreichen Unternehmensgruppe...!