Gießen

„Für die Unternehmen ist es wichtig, zu wissen, woher sie möglichst preiswertes Geld bekommen"

Gießen | 29.05.2012

„Fördermittel-Manager“ hilft Firmen, Selbstständigen und gibt Privatleuten Rat
„Fördermittel-Manager“ hilft Firmen, Selbstständigen und gibt Privatleuten Rat

„Fördermittel-Manager“ hilft Firmen, Selbstständigen und gibt Privatleuten Rat

Der Traum eines jeden Unternehmers ist es, schnell und umfassend über passende Subventionsprogramme für seine Firma informiert zu sein. Gleiches gilt natürlich auch für Selbstständige und ebenso Privatpersonen - etwa bei Zuschüssen für Energiesparmaßnahmen. Aber wer blickt im schier unvorstellbar umfangreichen Dickicht der Subventionsprogramme schon durch? Der Gießener Rechtsanwalt und Betriebswirt (grad.) Wigbert Rudolph und Karsten Hähn, Ingenieur und Handwerksmeister der KfZ-Mechanik, bieten mit dem BHC-„Fördermittel-Manager“ eine Lösung an.

Sie können per Mausklick schnell und effizient eine qualifizierte Analyse durchführen, die aus rund 33 000 deutschen und europäischen Subventionsprogrammen die passenden für den jeweiligen Kunden auswählt. Eine kostenlose Anfangsberatung komplettiert ihr Angebot, das jedermann in Anspruch nehmen kann.

„Volkes Meinung ist, dass nur die Großindustrie und die Landwirtschaft Subventionen bekommen“, sagt Karsten Hähn. „Das ist natürlich falsch.“ Wigbert Rudolph weiß: „Für die Unternehmen ist es wichtig, zu wissen, woher sie möglichst preiswertes Geld bekommen.“ Subventionen bzw. staatliche Förderhilfen seien schließlich keine Almosen, sondern Gelder, die die öffentliche Hand ganz konkret investiere, da sie ein Interesse am Gelingen des zu fördernden Projektes habe.

Allein in Deutschland werden laut Subventionsbericht des Kieler Instituts für Weltwirtschaft jährlich rund 165 Milliarden Euro an Subventionen und Steuervergünstigungen verteilt. Die Subventionslandschaft werde allerdings immer komplizierter, wissen Rudolph und Hähn: „Die Leute sind oft total überfordert, kein Mensch weiß, wie man an die passenden Programme rankommt.“

Das System der beiden Gießener wirkt hingegen einfach und dadurch geradezu genial: Löst es doch das Problem der Zuordnung von staatlichen Förderhilfen zu dem jeweiligen Projekt mittels eines ausgeklügelten Computerprogramms, das der deutsche „Subventionspapst“ Kay-D. Brose entwickelt hat. Karsten Hähn verwendet dieses Programm, den BHC-„Fördermittel-Manager“, mit einer „Erfolgsquote von 95 bis 98 Prozent beim Finden“, so der Subventionsberater. Nachdem alle wichtigen Daten erfasst werden, gleicht der Computer diese mit den unterschiedlichen Bedingungen der Tausenden von Förderrichtlinien ab. Das Programm wird ständig aktualisiert.

Nicht nur Unternehmen, sondern auch die öffentliche Hand und Privathaushalte können davon profitieren, wie Rudolph und Hähn erläutern: Hohe Förderungen erhalten etwa Bauherren von Energiesparhäusern oder Fotovoltaikanlagen. Zudem sucht das Programm automatisch nach Nebensubventionen: „Wer zum Beispiel eine Fotovoltaikanlage installieren möchte, für den wird gleichzeitig nach Subventionsmöglichkeiten für eine neue Heizanlage gesucht“, erklärt Rudolph.

Doch auch für Großprojekte wie zum Beispiel den Ausbau des Flughafens Kassel-Calden wurden mithilfe dieses Programms Subventionen akquiriert. Kommunen, die einen Umweltberater einstellen, können mit Subventionen in Höhe von bis zu 120 000 Euro aus EU-Töpfen rechnen. Unternehmern empfiehlt Karsten Hähn ein Vorgehen, wie es Forschungseinrichtungen seit Langem anwenden: Dort werde schon in einer ganz frühen Phase ermittelt, ob es Subventionen gibt und das Projekt daran ausgerichtet. „So sollten es auch Unternehmer machen, um in den Genuss möglichst vieler Subventionen zu kommen“, empfiehlt er.

Karsten Hähn und Wigbert Rudolph wollen in der RWC-Anwaltskanzlei Rudolph & Wiegand in der Südanlage 15 einen regelmäßigen Subventions-Beratungstag anbieten. Die beiden Subventionsberater übernehmen auf Wunsch, federführend durch Karsten Hähn, auch die Beantragung und die „Überwachung“ der Subventionen.

Und was kostet das Ganze? „Pro gefundener Subventionsmöglichkeit wird ein bestimmter Betrag fällig und bei der Beantragung geht ein bestimmter Prozentsatz pro bewilligter Subvention an uns“, so Rudolph und Hähn. Ihre Zukunftsvision ist: „Der Subventionsberater soll so selbstverständlich werden wie der Steuerberater.“

Foto: Wigbert Rudolph (stehend) und Karsten Hähn bieten mittels eines ausgeklügelten Computerprogramms eine Subventionsanalyse für jedermann an. Bild: Rieger

Weitere Nachrichten finden Sie auch unter: www.giessener-anzeiger.de

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