Gießen | 08.12.2009
Fünf Firmen aus Stadt und Kreis sind im Laufe der letzten Monate Mitglied in der Gießener Innung für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik geworden, so dass die Zahl der Innungsbetriebe auf 97 gestiegen ist.
Dennoch müsse die Innung ihre Mitgliederwerbung weiter forcieren und dabei vor allem über den Service der Innungen und der Kreishandwerkerschaft Gießen zugunsten der organisierten Mitglieder informieren. Das unterstrich Innungsobermeister Michael Berkowski (Kleinlinden) auf der Innungsversammlung in Gießen.Dieser sehr erfreulichen Entwicklung stehen laut Berkowski im Bereich Aus- und Fortbildung doch erkennbare Probleme gegenüber. Es müsse in den Berufsnachwuchs investiert werden, weil sich aufgrund der demografischen Entwicklung unabwendbar ein schon rein zahlenmäßger Mangel in Sachen Azubis abzeichne.
„Um Lehrlinge kämpfen“
„Wir werden künftig um geeignete Lehrlinge kämpfen müssen“, sagte der Obermeister, der die Teilnahme der Innung an der Ausbildungsmesse „Chance 2010“ in den Gießenener Hessenhallen ankündigte. Darüber hinaus will die Innung regelmäßige Fortbildungsveranstaltungen anbieten.
Dabei werde im kommenden Jahr das Thema der Trinkwasserhygiene im Mittelpunkt stehen. „In diesem Bereich gibt es einerseits einen Riesenbedarf, andererseits eine riesige Unkenntnis“, erläuterte Innungsvorstandsmitglied Gerd Euler (Allendorf/Lahn). Die Monteure seien auf den Baustellen verpflichtet, die strengen Normen und Verordnungen einzuhalten. Und damit daabei zum Schaden der Auftraggeber sowie zu Lasten der ausführenden Betriebe und der einzelnen Monteure nichts schiefgehe, werde die Innung ab dem kommenden Frühjahr dazu Schulungen anbieten.
Zur allgemeinen wirtschaftlichen Lage der Branche konnte Obermeister Berkowski Positives vermelden. Auch angesichts der krisenhaften Gesamtsituatiuon der Wirtschaft seien die Innungebtriebe des Bereiches Heizung-Saitär-Klima mit dem Jahr 2009 überwiegend zufrieden. Es bleibe zu hoffen, dass dies auch vom kommenden Jahr gesagt werden könne.
Auf einstimmigen Vorschlag des Innungvorstandes ernannte die Versammlung einstimmig den 66 Jahre alten Gerd Euler aus Gießen-Allendorf zum Ehrenobermeister der Innung Sanitär-Heizung-Klima. Das jetzige Mitglied des Vorstandes habe sich über Jahrzehnte hinweg in vielen Ämtern und Aufgaben für die Anliegen der Innung in einer Weise engagiert, „wie es dies wohl in Zukunft nicht mehr geben wird“, würdigte Obermeister Michael Berkowski Wirken und Engagement seines Vorgängers. Dabei habe Euler nie im Vordergrund stehen wollen, sein Antrieb sei es vielmehr stets gewesen, seinem Handwerk und dessen Interessen zu dienen. Und diesen das in allen seinen Ämtern und Aufgaben.
Für Ausbildung eingesetzt
Seit 1981 gehört Gerd Euler dem Vorstand der Innung an, deren Obermeister er von 1994 bis 2002 war. In den fast 30 Jahren hat sich Euler als Mitglied in Gesellen- wie in Meisterprüfungsausschüssen immer in der Nachwuchsarbeit eingesetzt – und tue dies bis heute. Die Ernennung zum Ehrenobermeister verstehe die Innung als kleinen Dank an eines ihrer verdienstvollsten Mitglieder.
Foto: Der Vorstand der Gießener Innung für Heizungs-, Sanitär- und Klimatechnik mit dem neu ernannten Ehrenobermeister. Das Bild zeigt (von links nach rechts) Sascha Reitz (Holzheim), Schriftführer Holger Jung (Alten-Busck), Rainer Becker (Oppenrod), Obermeister Michael Berkowski (Kleinlinden), Stefan Rinn (Heuchelheim), Ehrenobermeister Gerd Euler (Allendorf/Lahn), Jens Wilfert (Harbach) und der stellvertretende Innungsobermeister Fritz Rosenbaum (Gießen). Bild: eil
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