Gesundheitsdezernent Wolfgang Hofmann präsentiert Gesundheitsbericht 2011

„Vorbeugen ist besser als Heilen!“

Lahn-Dill / Biedenkopf | 21.12.2011

Auch Wolfgang Hofmann ist überzeugt: „Gesundheitsfördernde und präventive Maßnahmen beeinflussen die Gesundheit der Bevölkerung positiv. Zahlreiche Akteure und Institutionen im Lahn-Dill-Kreis engagieren sich dafür. Ihr Engagement zu unterstützen und zu koordinieren ist eine der Hauptaufgaben des öffentlichen Gesundheitsdienstes.“

Dies sind wesentliche Ergebnisse des Berichtes, den Dr. Doris Heltweg, Leiterin der Abteilung Gesundheit des Lahn-Dill-Kreises, und Angelika Diringer-Seither nun der Öffentlichkeit vorlegten. Die Ärztinnen gingen in ihrem Bericht zwei zentralen Fragen nach:

●    Wie kann ein Kreis die Gesundheit seiner Bevölkerung fördern?
●    Was können Politik und Verwaltung dazu beitragen, dass die Bürgerinnen und Bürger in Landkreis und Stadt gesünder leben können?

Gesundheit ist für jeden Menschen eine grundlegende Voraussetzung für Lebenszufriedenheit und Leistungsvermögen. Damit ist sie auch ein wesentlicher Faktor für Wohlstand, wirtschaftliche Entwicklung und die Leistungsfähigkeit einer Kommune. Gesundheitsförderung und Prävention sind zentrale Strategien im Bemühen um eine Verbesserung der Gesundheit der Bevölkerung. Gesundheitsförderung unterstützt Menschen dabei, sich verstärkt um ihre eigene Gesundheit zu kümmern, während Prävention Erkrankungen und ihre oft schwerwiegenden Folgen verhüten will.

Angebote und Aufgaben der Abteilung Gesundheit

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abteilung Gesundheit bieten dazu Beratung und Hilfe in schwierigen Lebenssituationen an, etwa für behinderte, psychisch kranke oder gesundheitlich beeinträchtigte Menschen. Sie wirken an der Planung und Entwicklung psychosozialer Angebote im Lahn-Dill-Kreis mit und koordinieren diese sehr erfolgreich. Schulärzte und Schulzahnärzte gehen in Kindertagesstätten, Schulen und Stadtteilzentren und beraten Eltern, Lehrer, Lehrerinnen, Erzieher und Erzieherinnen.

Im Lahn-Dill-Kreis und in Wetzlar lernen jährlich 12.000 Kinder, wie man sich gesund ernährt und sein Gebiss gesund erhält. Einschulungsuntersuchungen überprüfen die Schulfähigkeit und stellen fest, ob für einen erfolgreichen Schulbesuch eines Kindes eine weitergehende Unterstützung und Förderung erforderlich sind.

Daneben berät die Abteilung Gesundheit Kindertagesstätten, Schulen, Krankenhäuser und andere Einrichtungen des Gesundheitswesens darin, wie sie Infektionserkrankungen vorbeugen können, und schult Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen in der Gastronomie und im Lebensmittelgewerbe, um die Übertragung von Krankheitserregern zu verhindern.


Ein Markt der (fast) unbegrenzten Möglichkeiten

Gesundheitsförderung und Prävention haben sich zu einem Markt mit unübersehbar vielen Angeboten entwickelt. Neben Ärztinnen und Ärzten, Krankenhäusern, Krankenversicherungen, den Wohlfahrtsverbänden und anderen gemeinnützigen Organisationen gibt es auch zahllose Selbsthilfeorganisationen und private Anbieter – von der Literatur ganz zu schweigen. Auch für die „Leute vom Fach“ ist das breit gefächerte Angebot kaum noch zu durchschauen. Eine systematische und zielgerichtete Koordinierung von Maßnahmen und die engere Vernetzung der Anbieter/Anbieterinnen sowohl untereinander als auch mit Politik, Verwaltung und Wirtschaft halten die Autorinnen des Berichts deshalb für unabdingbar.

Für die Abteilung Gesundheit, die ihren Sitz in den Räumen des ehemaligen Friedrich-Zimmer-Krankenhauses in Herborn hat, arbeiten Sozialarbeiter und Sozialarbeiterinnen, Arzthelferinnen, Hygienefachkräfte, Gesundheitsingenieurinnen, eine Ernährungswissenschaftlerin, Ärzte, Ärztinnen und Zahnärzte. Dieses breite Spektrum an Qualifikationen bietet die besten Voraussetzungen für eine zukunftsorientierte Gesundheitsplanung und die nachhaltige Koordinierung aller Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und Prävention.

Für weitere Fragen steht die Abteilung Gesundheit des Lahn-Dill-Kreises mit Sitz in Herborn unter der Telefonnummer 06441 407-1600 und/oder -1609 zur Verfügung.

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