Lahn-Dill / Biedenkopf | 08.05.2012

Bei der Übergabe der Urkunde hat die Chefin der Arbeitsagentur Wetzlar, Angelika Berbuir, das große Ausbildungsengagement des Be
Die Meissner AG in Biedenkopf-Wallau ist jetzt als erstes und einziges Unternehmen im Hinterland mit dem Ausbildungszertifikat der Bundesagentur für Arbeit ausgezeichnet worden.
Bei der Übergabe der Urkunde hat die Chefin der Arbeitsagentur Wetzlar, Angelika Berbuir, das große Ausbildungsengagement des Betriebes hervorgehoben. Berbuir begründete die Auszeichnung mit der hohen Ausbildungsquote und der Ausbildungsqualität der Aktiengesellschaft, die mehrheitlich im Besitz der Mitarbeiter ist. „Eine gute Ausbildung ist das probateste Mittel gegen den drohenden Fachkräftemangel. Sie bilden seit Jahren quantitativ und qualitativ auf höchstem Niveau aus, engagieren sich im Dualen Studium und qualifizieren Mädchen in klassisch technischen Berufen. Damit sichern Sie sich nicht nur den eigenen Nachwuchs, sondern tragen entscheidend dazu bei, dass junge Menschen vor Ort arbeiten können und ihren Lebensmittelpunkt in der Region behalten“, sagte die Leiterin der Agentur für Arbeit in der Laudatio. Dass Meissner im letzten Jahr zwei Ausbildungschampions hervorgebracht habe, sei auch der Philosophie zu verdanken, bei der Bewerbersuche nicht nur auf Zeugnisnoten sondern auf die vorhandenen Talente jedes Ausbildungsplatzbewerbers zu achten und während der Lehre sehr intensiv mit den Auszubildenden zu arbeiten. Vorbildlich sei ferner, dass jeder einzelne Jugendliche die individuelle Förderung erhält, die er benötige.
Finanzvorstand Volker Bück, nahm die Auszeichnung gemeinsam mit Personalchefin Andrea Schwedler und Ausbildungsleiter Matthias Greeb entgegen. Er bestätigte, dass man im Unternehmen bereits früh erkannt habe, nicht nur Abiturienten in die Personalauswahl einzubeziehen sondern auch Haupt- und Realschüler Chancen einzuräumen. Angesichts rückläufiger Bewerberzahlen habe sich diese Strategie bewährt. „Und mit der Abschlussprüfung nach drei Jahren hört die Ausbildung bei uns nicht auf“, betonte das Vorstandsmitglied. In den ersten Jahren danach werden die Absolventen von erfahrenen Mentoren begleitet und erhalten Gelegenheit, bei Zulieferern oder Kunden zu hospitieren. Zudem mache man sich sehr früh Gedanken, wie man die jungen Fachkräfte perspektivisch fördern und langfristig an das Unternehmen binden könne: „Teilzeitmodelle für ausgebildete Facharbeiterinnen, Telearbeit und finanzielle Anreize - für uns ist nichts undenkbar“ bekräftige Bück.
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