
Arbeitsagentur
· Arbeitslosenquote sinkt im Mai um 0,2 Prozentpunkte auf 6,0 Prozent
· Betriebe melden im Mai ein Drittel mehr Stellen als vor einem Jahr
· Agenturchefin führt Erfolge bei den Zielgruppen des Arbeitsmarktes vor allem
auf enge Verzahnung von Arbeitsagentur und ARGE zurück
Im Landkreis Limburg-Weilburg ist die Zahl der Arbeitslosen im Mai 2010 gegenüber dem Vormonat um 259 auf 5.254 Personen gesunken. Die Arbeitslosenquote liegt im Mai bei 6,0 Prozent, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen. Im April betrug die Quote 6,2 Prozent. Vor Jahresfrist waren 5.628 Arbeitslose gemeldet - die Arbeitslosenquote betrug seinerzeit 6,4 Prozent.
Die Arbeitskräftenachfrage lag im Mai 2010 erneut über Vorjahresniveau: 404 gemeldete versicherungspflichtige Stellen bedeuteten einen Anstieg von 33,3 Prozent gegenüber Mai 2009.
„Die Arbeitslosigkeit nahm auch im Mai wieder deutlich ab“, skizziert Carola Petersen, Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Limburg, die weiterhin positive Lage auf dem heimischen Arbeitsmarkt. Der kontinuierliche Abbau der Erwerbslosigkeit im Kreis Limburg-Weilburg setze sich somit auch im 19. Monat der Wirtschafts- und Finanzkrise fort. „Durch die enge Verzahnung von Arbeitsagentur und ARGE ist es uns bislang gelungen, auch die Zielgruppen des Arbeitsmarktes an der guten Entwicklung partizipieren zu lassen“, führt Petersen weiter aus. „Sowohl bei den Jugendlichen als auch bei den Langzeitarbeitslosen und Ausländern haben wir im Vergleich zum Vorjahr einen überproportionalen Abbau der Erwerbslosigkeit erzielen können. Während in den meisten anderen Agenturbezirken die Zahl der über 50jährigen Arbeitslosen erheblich zugenommen hat, konnten unsere Arbeitsvermittler und Fallmanager in dieser Altersgruppe einen signifikanten Anstieg verhindern“, so die Agenturchefin weiter.
Petersen führt die Erfolge vor allem auf den gemeinsamen Arbeitgeberservice (AGS) von Arbeitsagentur und ARGE zurück: „Wenn dem AGS eine Stelle gemeldet wird, unterscheidet der Vermittler nicht zwischen Agentur- oder ARGE-Bewerber, sondern vermittelt den am besten geeignetsten Bewerber. Kein Erwerbsloser wird beim Vermittlungsvorschlag als Hartz IV-Empfänger stigmatisiert.“ Dass Arbeitgeber dies honorieren, zeige auch der stetig hohe Einschaltungsgrad.
Im Mai 2010 seien der gemeinsamen Einrichtung nochmals ein Drittel mehr Stellen gemeldet worden, als im Vorjahresmonat. Außerdem garantiere der AGS, dass alle Bewerber in die überregionalen Vermittlungsbemühungen -vor allem ins Rhein-Main-Gebiet- einbezogen werden. Durch das gemeinsame Handeln habe man bislang zudem eine Spaltung des Arbeitsmarktes im Kreis Limburg-Weilburg verhindern können, betont Petersen abschließend.
Zu- und Abgang an Arbeitslosen
Im Mai wurden 1.430 Arbeitslosenzugänge registriert, 99 oder 7,4 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Gleichzeitig meldeten sich im abgelaufenen Monat 1.694 Personen aus der Arbeitslosigkeit ab. Dies sind 196 Abmeldungen oder 13,1 Prozent mehr als vor Jahresfrist. 517 dieser Abmeldungen resultierten aus Beschäftigungsaufnahmen am ersten Arbeitsmarkt. Gegenüber dem Vorjahresmonat bedeutet dies ein Plus von 31,9 Prozent.
Bestand an Arbeitslosen
Die Gesamtzahl der Arbeitslosen im Landkreis Limburg-Weilburg sank sich im Mai um 259 Erwerbslos oder 4,7 Prozent auf 5.254 Personen. Sie liegt somit um 374 Personen oder 6,6 Prozent niedriger als im Vorjahr. 1.624 Arbeitslose oder 30,9 Prozent sind dem Personenkreis des SGB III zuzuordnen, der von der Agentur für Arbeit Limburg betreut wird. Im Vergleich zum Vormonat entspricht dies einem Rückgang von 171 Arbeitslosen oder 9,5 Prozent - gegenüber dem Vorjahr waren 285 Arbeitslose weniger zu verzeichnen (-14,9 Prozent). 3.630 Arbeitslose oder 69,1 Prozent gehören dem Personenkreis des SGB II an. Die Betreuung dieser Arbeitslosen liegt im Verantwortungsbereich der Arbeitsgemeinschaft Limburg-Weilburg.
Die Arbeitsgemeinschaft betreut somit 88 Arbeitslose weniger als im April (-2,4Prozent). Der Vorjahresbestand wurde um 89 Personen oder 2,4 Prozent unterschritten.
Arbeitslosenquote
Die Arbeitslosenquote für den Bezirk Limburg-Weilburg berechnet sich auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen. Sie ging im Mai um 0,2 Prozentpunkte auf 6,0 Prozent zurück. Vor einem Jahr betrug die Quote 6,4 Prozent.
Männer und Frauen
Bei den Männern verminderte sich die Zahl derer, die arbeitslos sind, gegenüber dem Vormonat um 6,2 Prozent oder 179 Personen auf 2.730 Erwerbslose. Bei den arbeitslosen Frauen war ein Rückgang um 80 Personen (-3,1Prozent) festzustellen. Derzeit sind 2.524 Frauen ohne Erwerbsbeschäftigung.
Aufgeschlüsselt nach Rechtskreisen: Die Anzahl der bei der Arbeitsagentur (SGB III) gemeldeten arbeitslosen Männer ging gegenüber dem Vormonat um 130 (-12,4 Prozent) auf 922 Erwerbslose zurück. Bei den agenturbetreuten Frauen gab es gegenüber April einen Rückgang um 41 Personen oder 5,5 Prozent. Bei der Arbeitsagentur sind aktuell insgesamt 702 erwerbslose Frauen registriert. Im Rechtskreis des SGB II nahm die Zahl der arbeitslosen Männer im Vormonatsvergleich um 49 auf 1.808 (-2,6 Prozent) ab. Bei den arbeitslosen Frauen verzeichnete die ARGE einen Rückgang um 39 Erwerbslose (-2,1 Prozent). Hier sind nunmehr 1.822 Frauen arbeitslos gemeldet.
Besondere Personengruppen
Jugendliche
Die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren ging im Mai weiter zurück. Gegenüber dem Vormonat waren 23 Jugendliche weniger gemeldet (nunmehr 600 Arbeitslose). Dies entspricht einem Rückgang von 3,7 Prozent. Die Arbeitslosigkeit dieses Personenkreises bewegt sich unter Vorjahresniveau (-78 absolut entsprechen einem Rückgang von 11,5 Prozent).
Die Agentur für Arbeit unterstützt aktuell 283 Bewerber unter 25 Jahre bei ihren Bemühungen, die Arbeitslosigkeit zu beenden. Dies sind 39 Jugendliche oder 12,1 Prozent weniger als im April, bzw. 77 oder 21,4 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Bei der ARGE sind derzeit 317 jugendliche Arbeitslose registriert. Dies sind 16 Jugendliche oder 5,3 Prozent mehr als im Vormonat. Im Mai 2009 waren 318 junge Menschen betroffen. Der aktuelle Wert liegt 0,3 Prozent unter dem Vorjahresstand.
Ältere Arbeitnehmer
Die älteren Arbeitslosen haben nur leicht von der positiven Arbeitsmarktentwicklung profitiert. Ihre Zahl hat sich im Vergleich zum Vormonat nur geringfügig reduziert. Im Mai 2010 waren 1.303 Arbeitslose älter als 50 Jahre. Dies waren 12 Bewerber weniger als vor Monatsfrist (- 0,9 Prozent). Im Mai 2009 waren noch 21 Arbeitslose (oder 1,6 Prozent) weniger gemeldet. Die Agentur für Arbeit Limburg weist aktuell 534 ältere Arbeitslose aus, dies entspricht einem Minus von 12 Personen oder 2,2 Prozent im Vormonatsvergleich. Gegenüber dem Vorjahr konnte agenturseitig ein Rückgang von 3 älteren Arbeitslosen (-0,6 Prozent) konstatiert werden.
Die Arbeitsgemeinschaft Limburg-Weilburg betreute im April 769 ältere Arbeitslose, genauso viele wie im April. Im Vorjahresmonat waren 745 ältere Personen bei der ARGE gemeldet.
Ausländer
Die Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen Ausländer hat sich binnen Jahresfrist um 10,6 Prozent oder 126 auf 1.065 Personen verringert. Gegenüber April weist die Arbeitsmarktstatistik eine Abnahme um 110 Arbeitslose oder 9,4 Prozent aus. Die Arbeitsagentur meldet 145 arbeitslose Ausländer, dies sind 43 oder 22,9 Prozent weniger als im Mai 2009. Bei der Arbeitsgemeinschaft sind derzeit 920 Ausländer als arbeitslos registriert, 83 oder 8,3 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.
Langzeitarbeitslose
Die Langzeitarbeitslosigkeit konnte nachhaltig reduziert werden. Waren im April 2009 noch 1.634 Personen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen, sind aktuell noch 1.520 Langzeitarbeitslose gemeldet – ein Rückgang von 7,0 Prozent.
Schwerbehinderte
Der Anteil der Schwerbehinderten unter den Arbeitslosen beträgt 6,7 Prozent. Im Mai waren 354 schwerbehinderte Personen arbeitslos gemeldet, 26 mehr als im Jahr zuvor. Der Anstieg entspricht 7,9 Prozent. Während der Rechtskreis SGB III im Vorjahresvergleich einen Anstieg von 53 erwerbslosen Schwerbehinderten (+ 34,0 Prozent) hinnehmen musste, konnte die ARGE die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen im gleichen Zeitraum um 27 Personen oder 15,3 Prozent abbauen.
Gemeldete Stellen
Im Mai meldeten die heimischen Betriebe und Verwaltungen 404 neu zu besetzende versicherungspflichtige Stellen. Dies war 101 oder 33,3 Prozent mehr als im Mai 2009. 365 Stellen konnten im Mai besetzt werden. Dies waren 45 mehr als im Vorjahresmonat, ein Plus von 14,1 Prozent. Derzeit sind noch 795 Arbeitsstellen als unbesetzt gemeldet.
Kurzarbeit:
In den neunzehn Monaten Oktober 2008 bis April 2010 gingen bei der Arbeitsagentur Limburg Kurzarbeitsanzeigen von 337 Betrieben für 4.716 Personen ein. Wie viele davon im April tatsächlich kurzgearbeitet haben, ist noch unbekannt. Im März 2010 waren es 100 Betriebe mit 735 Personen, die von konjunktureller Kurzarbeit betroffen waren.
zurück drucken versenden verlinkenArtikel verlinken
Wenn Sie diesen Artikel von B4BMITTELHESSEN.DE verlinken wollen, können Sie einfach den nachfolgenden HTML-Code auf Ihre Webseite einfügen:
© B4BMITTELHESSEN.DE - Der Inhalt dieser Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Die Nachrichten sind nur für die persönliche Information bestimmt. Jede weitergehende Verwendung, insbesondere die Speicherung in Datenbanken, Veröffentlichung auf anderen Webseiten, Vervielfältigung und jede Form von gewerblicher Nutzung sowie die Weitergabe an Dritte - auch in Teilen oder in überarbeiteter Form - ohne Zustimmung von vmm wirtschaftsverlag gmbh & co. kg ist untersagt. | Impressum