
* Arbeitslosenquote sinkt im Februar um 0,1
Prozentpunkte auf 6,5 Prozent
* 121
Arbeitslose weniger als im Vormonat, 89 weniger als im Februar 2009
* Arbeitskräftenachfrage auf Vorjahresniveau
* Agenturchefin zieht positive Monatsbilanz
Im Landkreis Limburg-Weilburg hat sich die Zahl der
Arbeitslosen im Februar 2010 gegenüber dem Vormonat um 121 auf 5.754 Personen
vermindert. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 6,5 Prozent, bezogen auf
alle zivilen Erwerbspersonen. Im Januar betrug die Quote 6,6 Prozent. Vor
Jahresfrist waren 5.875 Arbeitslose gemeldet - die Arbeitslosenquote betrug
seinerzeit 6,6 Prozent.
Die Arbeitskräftenachfrage lag im Februar 2010 auf
Vorjahresniveau: 301 gemeldete versicherungspflichtige Stellen bedeuteten einen
Anstieg von 0,3 Prozent gegenüber Februar 2009.
Zufrieden mit der Arbeitsmarktlage zeigt sich Carola
Petersen, Vorsitzende der Geschäftsführung der Limburger Arbeitsagentur:
"Während in diesem Monat viele andere Agenturbezirke einen Anstieg der
Arbeitslosigkeit zu verzeichnen haben, hat sich die Zahl der Erwerbslosen im
Kreis Limburg-Weilburg sowohl im Vergleich zum Vormonat als auch zum Vorjahr
reduziert. Insbesondere vor dem Hintergrund der anhaltend ungünstigen
Witterungsverhältnisse ist die Bilanz positiv zu bewerten. Bei besserer
Wetterlage wäre der Rückgang der Arbeitslosigkeit sogar deutlich höher
ausgefallen. Die Wirtschaftskrise hat den Arbeitsmarkt in unserer Region nach
wie vor noch nicht wesentlich beeinträchtigt. Die Unternehmen halten weiterhin
am Stammpersonal fest. Diese Strategie wird sich bei Besserung der Auftragslage
für die Betriebe auszahlen, weil eingehende Aufträge dann sofort in gewohnter
Qualität abgearbeitet werden können, ohne dass eine kostenintensive und
möglicherweise auch vergebliche Personalsuche den wirtschaftlichen Erfolg des
Unternehmens hemmt. Denn eines ist klar: Sobald der erwartete Aufschwung den
Arbeitsmarkt erreicht, wird der einsetzende Wettbewerb um qualifizierte
Fachkräfte heftig. Nicht jeder Arbeitgeber wird dann sofort den nachgefragten
Facharbeiter am Markt finden."
Zu- und Abgang an Arbeitslosen
Im Februar wurden 1.606 Arbeitslosenzugänge
registriert, 91 oder 6,0 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Gleichzeitig meldeten sich im abgelaufenen Monat
1.688 Personen aus der Arbeitslosigkeit ab, 256 oder 17,9 Prozent mehr als vor
Jahresfrist.
Bestand an Arbeitslosen
Die Gesamtzahl der Arbeitslosen im Landkreis Limburg-Weilburg
verringerte sich im Februar um 89 Erwerbslose oder 1,5 Prozent auf 5.754
Personen. Sie liegt somit um 121 Personen oder 2,1 Prozent niedriger als im
Vorjahr.
2.016 Arbeitslose oder 35,0 Prozent sind dem
Personenkreis des SGB III zuzuordnen, der von der Agentur für Arbeit Limburg
betreut wird. Im Vergleich zum Vormonat entspricht dies einem Anstieg von 20
Arbeitslosen oder 1,0 Prozent - gegenüber dem Vorjahr waren 38 Arbeitslose mehr
zu verzeichnen (+ 1,9 Prozent).
3.738 Arbeitslose oder 65,0 Prozent gehören dem
Personenkreis des SGB II an. Die Betreuung dieser Arbeitslosen liegt im
Verantwortungsbereich der Arbeitsgemeinschaft Limburg-Weilburg.
Die Arbeitsgemeinschaft betreut somit 109 Arbeitslose
weniger als im Januar (-2,8 Prozent). Der Vorjahresbestand wurde um 159 Personen
oder 4,1 Prozent unterschritten.
Arbeitslosenquote
Die Arbeitslosenquote für den Bezirk Limburg-Weilburg berechnet sich auf
Basis aller zivilen Erwerbspersonen. Sie fiel im Februar um 0,1 Prozentpunkte
auf 6,5 Prozent. Vor einem Jahr betrug die Quote 6,6 Prozent.
Männer und Frauen
Bei den Männern verminderte sich die Zahl derer, die arbeitslos sind,
gegenüber dem Vormonat um 1,0 Prozent oder 32 Personen auf 3.142 Erwerbslose.
Bei den arbeitslosen Frauen war ein Rückgang um 57 Personen (-2,1 Prozent)
festzustellen. Derzeit sind 2.612 Frauen ohne Erwerbsbeschäftigung.
Aufgeschlüsselt nach Rechtskreisen: Die Anzahl der
bei der Arbeitsagentur (SGB III) gemeldeten arbeitslosen Männer stieg gegenüber
dem Vormonat um 20 (+ 1,6 Prozent) auf 1.292 Erwerbslose. Bei den
agenturbetreuten Frauen gab es keine Veränderung zum Vormonatswert. Nach wie vor
sind bei der Arbeitsagentur 724 erwerbslose Frauen registriert.
Im Rechtskreis des SGB II nahm die Zahl der
arbeitslosen Männer im Vormonatsvergleich um 52 auf 1.850 (- 2,7 Prozent) ab.
Bei den arbeitslosen Frauen verzeichnete die ARGE einen Rückgang um 57
Erwerbslose (- 2,9 Prozent). Hier sind nunmehr 1.888 Frauen arbeitslos gemeldet.
Jugendliche
Die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren blieb im Februar
nahezu unverändert. Gegenüber dem Vormonat war ein Jugendlicher weniger gemeldet
(nunmehr 691 Arbeitslose). Dies entspricht einem Rückgang von 0,1 Prozent. Die
Arbeitslosigkeit dieses Personenkreises bewegt sich leicht unter Vorjahresniveau
(-6 absolut entsprechen einem Rückgang von 0,9 Prozent). Im Januar waren noch
11,6 Prozent mehr jugendliche gemeldet, als im Jahr zuvor.
Die Agentur für Arbeit unterstützt aktuell 384
Bewerber unter 25 Jahre bei ihren Bemühungen, die Arbeitslosigkeit zu beenden.
Dies sind 50 Jugendliche oder 15,0 Prozent mehr als im Januar, bzw. 22 oder 5,4
Prozent weniger als im Vorjahresmonat.
Bei der ARGE sind derzeit 307 jugendliche Arbeitslose
registriert. Dies sind 51 Jugendliche oder 14,2 Prozent weniger als im Vormonat.
Im Februar 2009 waren 291 junge Menschen betroffen. Der aktuelle Wert liegt 5,5
Prozent über dem Vorjahresstand.
Ältere Arbeitnehmer
Die Zahl der älteren Arbeitslosen hat sich im
Vergleich zum Vormonat minimal erhöht. Im Februar 2010 waren 1.321 Arbeitslose
älter als 50 Jahre. Dies waren 2 Bewerber mehr als vor Monatsfrist (+ 0,2
Prozent). Im Februar 2009 waren es noch 10 Arbeitslose (oder 0,8 Prozent)
weniger.
Die Agentur für Arbeit Limburg weist aktuell 547
ältere Arbeitslose aus, dies entspricht einem Plus von 22 Personen oder 4,2
Prozent im Vormonatsvergleich. Gegenüber dem Vorjahr konnte agenturseitig ein
Anstieg von 45 älteren Arbeitslosen (- 9,0 Prozent) konstatiert
werden.
Die Arbeitsgemeinschaft Limburg-Weilburg betreute im
Februar 774 ältere Arbeitslose, 20 Erwerbslose oder 2,5 Prozent weniger als im
Januar. Im Vorjahresmonat waren 809 ältere Personen bei der ARGE
gemeldet.
Ausländer
Die Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen Ausländer hat
sich binnen Jahresfrist um 4,4 Prozent oder 57 auf 1.244 Personen verringert.
Gegenüber Januar weist die Arbeitsmarktstatistik eine Abnahme um 32 Arbeitslose
oder 2,5 Prozent aus. Die Arbeitsagentur meldet 251 arbeitslose Ausländer, dies
sind 14 oder 5,9 Prozent mehr als im Februar 2009. Bei der Arbeitsgemeinschaft
sind derzeit 993 Ausländer als arbeitslos registriert, 71 oder 6,7 Prozent
weniger als im Vorjahresmonat.
Langzeitarbeitslose
Die Langzeitarbeitslosigkeit konnte nachhaltig
reduziert werden. Waren im Februar 2009 noch 1.735 Personen von
Langzeitarbeitslosigkeit betroffen, sind aktuell noch 1.498 Langzeitarbeitslose
gemeldet - ein Rückgang von 13,7 Prozent.
Schwerbehinderte
Der Anteil der Schwerbehinderten unter den
Arbeitslosen beträgt 6,2 Prozent. Im Februar waren 356 schwerbehinderte Personen
arbeitslos gemeldet, 36 mehr als im Jahr zuvor. Der Anstieg entspricht 11,3
Prozent.
Gemeldete Stellen
Im Februar meldeten die heimischen Betriebe und Verwaltungen 301 neu zu
besetzende versicherungspflichtige Stellen. Dies war eine oder 0,3 Prozent mehr
als im Februar 2009.
287 Stellen konnten im Februar besetzt werden. Dies
waren 40 mehr als im Vorjahresmonat, ein Plus von 16,2 Prozent.
Derzeit sind noch 636 Arbeitsstellen als unbesetzt
gemeldet.
Kurzarbeit:
In den 16 Monaten Oktober 2008 bis Januar 2010 gingen bei der
Arbeitsagentur Limburg Kurzarbeitsanzeigen von 316 Betrieben für 4.427 Personen
ein. Wie viele davon im Januar tatsächlich kurzgearbeitet haben, ist noch
unbekannt. Im Dezember 2009 waren es 116 Betriebe mit 805 Personen, die von
konjunktureller Kurzarbeit betroffen waren.
Nach ersten Erkenntnissen blieb die Zahl der Anzeigen
für Kurzarbeit im Februar auf niedrigem Niveau. Bis zum 19. Februar (also an den
ersten 15 von insgesamt 20 Arbeitstagen) wurden in der Arbeitsagentur Limburg 8
Anzeigen für Kurzarbeit mit 60 Personen erfasst. Für den gesamten Dezember
werden für die meisten Agenturen schätzungsweise bis zu 38 Prozent mehr Fälle
erwartet als bis zur Zwischenauswertung, umgelegt auf diese Agentur also bis zu
10 Anzeigen mit bis zu 80 Personen; eventuell werden die Statistikzahlen aber
auch darüber liegen. Damit dürfte die Zahl der seit Oktober 2008 eingegangenen
Anzeigen auf Kurzarbeit auf insgesamt 324 bis 326 mit 4.487 bis 4.507 Personen
angestiegen sein. Die Statistikzahlen zu den Anzeigen im Januar werden am 3.
März im Internet auf der Statistikseite der BA (http://statistik.arbeitsagentur.de) veröffentlicht. Wie hoch die Inanspruchnahme der Kurzarbeit tatsächlich
ist, zeigt sich bei der Auswertung der Meldung für das vierte
Quartal.
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