12 Prozent mehr neue Ausbildungsverträge

Ausbildung im Landkreis Limburg-Weilburg boomt

Limburg - Weilburg | 12.09.2011

IHK-Gebäude
IHK-Gebäude

IHK Limburg verzeichnet 12 Prozent mehr neue Ausbildungsverträge. Konjunktur und Fachkräftebedarf sind Hauptgründe für den Zuwachs. Chance auf Lehrstelle derzeit bestens.

Mit 485 neu eingetragenen Ausbildungsplätzen verzeichnete die Industrie- und Handels-kammer (IHK) Limburg zum 31. August 2011 ein Plus von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit liegt der Landkreis Limburg-Weilburg deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt, der einen Anstieg der Vertragsabschlüsse um 6,4 Prozent aufwies.

Der Zuwachs in diesem Berufsausbildungsjahr zeigte sich besonders stark in den Ausbildungsberufen der Metall- und Elektrotechnik, aber auch im Hotel- und Gaststättengewerbe und in vielen kaufmännischen Berufen. Gleichzeitig registrierte die IHK Limburg in den Monaten Juli und August im Jahresvergleich 18 zusätzliche Ausbildungsbetriebe aus dem Landkreis Limburg-Weilburg.

Der Anstieg der neuen Ausbildungsverträge geht einher mit der insgesamt positiven Entwick-lung auf dem Arbeitsmarkt. Er ist dennoch bemerkenswert, da die Zahl der Schulabgänger, trotz Aussetzung der Wehrpflicht, wegen des Geburtenrückgangs sinkt.

Ausschlaggebend für die gestiegene Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen sind vor allem zwei Faktoren: „Neben der guten Konjunktur und der starken wirtschaftlichen Lage in der Region ist es der demographische Wandel und der damit verbundene Fachkräftemangel, der Unternehmen veranlasst, ihr Engagement für Ausbildung zu verstärken. Die Unternehmen können durch die Ausbildung ihren Nachwuchs aus den eigenen Reihen rekrutieren und ihren Fachkräftebedarf sichern“, sagt Ute Bendel, Leiterin des Geschäftsbereichs Aus- und Weiterbildung der IHK Limburg.

Auffallend ist auch das Altersgefüge der neuen Auszubildenden: Gut ein Drittel ist bereits über 21 Jahre alt. Das deutet darauf hin, dass die Jugendlichen nach ihrem regulären Schulabschluss noch weitere Schulabschlüsse erworben haben, um dann doch eine Ausbildung zu absolvieren – allerdings 2 bis 5 Jahre später.

Trotz des Booms auf dem Ausbildungsmarkt gibt es in der Region immer noch zahlreiche freie Ausbildungsplätze. Das bietet Chancen für Altbewerber und für Jugendliche, die bisher noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben. Ihre Anstrengungen werden oft belohnt, da der Ausbildungsmarkt derzeit noch in Bewegung ist. So kommen täglich neue Angebote hinzu, wenn zum Beispiel Jugendliche zugesagte Ausbildungsplätze abtreten, weil sie eine Alternative gefunden haben.

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