Limburg - Weilburg | 28.07.2010
Eckhard Krumpholz
Ab dem 01. August ist die Ausstellung „Geteilte
Ansicht: Der Dom und die Lahn“ in den Kunstsammlungen der Stadt Limburg
(Historisches Rathaus, Fischmarkt 21) zu sehen.
Die Ausstellung „Geteilte Ansicht: Der Dom und die Lahn“, die am Sonntag, dem
01. August um 11:30 Uhr von Stadtrat Stephan Geller eröffnet wird, ist ein
doppelter fotografischer Leckerbissen, der ohne erhobenen Zeigefinger auf die
zwischen Stadt, Land und Fluss bestehenden kulturellen, wirtschaftlichen und
ökologischen Verbindungen hinweist. Für das Limburger Domkapitel spricht
Generalvikar Apostol. Protonotar Prof. Dr. Franz Kaspar. Die Einführung
übernimmt Peter Albrecht.
Die Ausstellung „Geteilte Ansicht: Der Dom und die Lahn“, die am Sonntag, dem
01. August um 11:30 Uhr von Stadtrat Stephan Geller eröffnet wird, ist ein
doppelter fotografischer Leckerbissen, der ohne erhobenen Zeigefinger auf die
zwischen Stadt, Land und Fluss bestehenden kulturellen, wirtschaftlichen und
ökologischen Verbindungen hinweist. Für das Limburger Domkapitel spricht
Generalvikar Apostol. Protonotar Prof. Dr. Franz Kaspar. Die Einführung
übernimmt Peter Albrecht.
Der Dom ist das Wahrzeichen des Bistums und der Stadt Limburg. Er thront auf
einem Felsen über der Lahn und ist ein vertrauter Anblick für viele. Krumpholz
hat den Georgsdom in Limburg in den letzten 10 Jahren aus verschiedenen
Perspektiven und in unterschiedlichen Zusammenhängen fotografiert. Sein Antrieb
war, sowohl auf den Zweck wie auch auf die Entfremdung des Sinnbilds
hinzuweisen.
Das meisterhafte 775 Jahre alte Bauwerk ist ein lebendiger Ort
des Glaubens, des Gebets und der Begegnung. Krumpholz zeigt ihn einerseits als
Gotteshaus in seinen architektonischen Facetten von der „Schokoladenseite“,
andererseits muss die Kathedrale aber auch mit ihrem Namen und als Symbol für
viele kommerzielle Absichten herhalten, bei denen ein Bezug zum Glauben fehlt.
Krumpholz zeigt deshalb auch den Dom als Werbeträger auf Werbeschildern, in
Schaufenstern und auf Produkten zum Beispiel für eine Apotheke, ein
Pokalgeschäft oder einen Geflügelzuchtverein.
Ebenso ungewöhnlich ist
die Art wie Krumpholz die Lahn von der Quelle bis zur Mündung fotografiert: Er
taucht buchstäblich mit einer speziellen Fotokamera in sie ein. Krumpholz
fotografiert gleichzeitig unter und über der Wasseroberfläche, immer entlang der
Wasserkante, im Nass, aus dem Nass. Ein Konzept, das eine neue Sichtweise
offenbart. Städte, Menschen, Schiffe, die Naturlandschaft und die Uferbebauung
sind Teil des fotografischen Blicks, der eine ungewöhnliche Zwischenstellung
einnimmt. Das menschliche Auge ist nicht in der Lage, beide Zustände, die
zusammen gehören, gleichzeitig zu visualisieren. Da muss die Kamera aushelfen,
um die geteilte Sicht auf einem Bild zu vereinen.
Die ersten 40 km wirkt der
Fluss wie ein Bach. Nur hier wirkt er so, wie ihn sich Kinder vorstellen würden:
glasklar. Dann mutet das Wasser an wie Grüner Tee, um nach weiteren 150 km wie
Kaffee mit Milch zu enden. Krumpholz ist diesen Veränderungen von Laasphe bis
Lahnstein seit sechs Jahren fotografisch auf der Spur gewesen. Für die ersten
Aufnahmen erhielt er im Jahr 2005 den Nassauer Kunstpreis. Insgesamt tauchte
Krumpholz an rund fünfzig Tagen im 242 km langen Fluss.
Eckhard
Krumpholz (44) fotografiert seit dem zwölften Lebensjahr, 15 Jahre davon unter
Wasser. Spiegel online zählte ihn im April 2010 zu einem "der besten
Unterwasserkamera-Artisten der Welt". Eckhard Krumpholz fotografiert unter
anderem für internationale Zeitschriften und gibt sein Fotowissen in Workshops
zur Unterwasserfotografie weiter.
Die Ausstellung „Geteilte Ansicht: Der Dom und die Lahn“, die am Sonntag, dem
01. August um 11:30 Uhr von Stadtrat Stephan Geller eröffnet wird, ist ein
doppelter fotografischer Leckerbissen, der ohne erhobenen Zeigefinger auf die
zwischen Stadt, Land und Fluss bestehenden kulturellen, wirtschaftlichen und
ökologischen Verbindungen hinweist. Für das Limburger Domkapitel spricht
Generalvikar Apostol. Protonotar Prof. Dr. Franz Kaspar. Die Einführung
übernimmt Peter Albrecht.