Limburg - Weilburg | 23.04.2010

Elf Mädchen sind am "Girls' Day" der Einladung der Limburger Arbeitsagentur
gefolgt und haben Michael Muth, dem Chef-Koch des Limburger Event-Caterers
"Little Kittchen", über die Schulter in den Topf geschaut.
Dass der Kochberuf eine Männerdomäne ist, weiß man
nicht erst, seit die Lafers, Schuhbecks und Mälzers allabendlich die
Fernsehkameras zum Beschlagen bringen. Als "Event-Koch" hat sich vor allem Horst
Lichter einen Namen gemacht. Elf Mädchen sind am "Girls' Day" der Einladung der
Limburger Arbeitsagentur gefolgt und haben Michael Muth, dem Chef-Koch des
Limburger Event-Caterers "Little Kittchen", über die Schulter in den Topf
geschaut. Unter dem Motto "Kreativ als Köchin im Eventcatering" lernten sie
Planungs- und Arbeitsabläufe des auch international tätigen Gastronomiebetriebes
kennen. Dabei gab es viel Originelles zu entdecken.
Zusammen mit seinem Kollegen
Rayk Junge vermittelte Muth den jugendlichen Gästen, dass die Mixtur von
traditionellem Handwerk, modernem Catering und kreativem
Veranstaltungsmanagement den Reiz dieses Berufes ausmacht.
Begeistert bereiteten die elf- und zwölfjährigen
Schülerinnen ein phantasievolles 3-Gänge-Menü zu. Ein gemeinsames Mittagessen
mit einem abschließenden "Frozen Melone Daiquiri" besiegelte für die Mädchen den
"Girls' Days".
Komm, mach MI(N)T
An Mädchen, die vor dem Wechsel zum Gymnasium stehen oder die Wahl ihrer
Leistungskurse planen, richtete sich die zweite Girls'-Day-Veranstaltung "Komm,
mach MI(N)T". MINT steht dabei für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften
und Technik. Ziel des Seminars war es, dass die zehn angehenden Akademikerinnen
ihre verdeckten oder verkannten Begabungen im mathematischen oder technischen
Bereich erkennen, sich mit entsprechenden Berufsbildern auseinandersetzen und
mit dem Vorurteil "Blond und Technik schließen sich aus" aufräumen.
Die Moderatorinnen Dr. Kyra Naudascher-Jankowski und
Karin Wieland machten deutlich, dass MINT in nahezu allen Gebrauchsgütern des
täglichen Lebens steckt und "frau" im Alltag ständig Mathematik und
naturwissenschaftlich geprägte Denkweisen nutzt. Zwei weibliche Auszubildende
aus technischen Berufen stellten ihre Ausbildungsberufe vor und standen den
Teilnehmerinnen Rede und Antwort.
Iris Angrick von der Limburger Arbeitsagentur
bestätigt, dass bereits in den nächsten drei Jahren bundesweit bis zu 80.000
Akademiker in technisch-naturwissenschaftlichen Berufen fehlen. Angrick
abschließend: "Durch eine Lehre oder ein Studium in MINT-Berufen kann man das
Risiko, arbeitslos zu werden, deutlich reduzieren. Auch bieten diese Branchen
hervorragende Einkommensaussichten."
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