Energie soll nicht nur umweltverträglich, sondern
zu möglichst niedrigen Preisen bereit gestellt werden
„Der Staat darf nicht die Energiekosten weiter verteuern und damit
die Industrie belasten.“ Das hat der mittelhessische Regionalbeirat der
Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) auf seiner jüngsten
Sitzung in Bad Nauheim gefordert.
„Der Anteil erneuerbarer Energie muss und wird steigen, aber dies dauert
viele Jahre und darf nicht auf Kosten der Wirtschaft und der
Arbeitsplätze gehen “, erläuterte der energiepolitische Experte der VhU,
Dr. Clemens Christmann. Die Politik solle nicht länger schwerpunktmäßig
die Anwendung bestimmter Energieerzeugungsformen in Deutschland
subventionieren, sondern vor allem auf eine effizientere Energienutzung
setzen. Die Wirtschaft stehe hierzu als Partner bereit.
Der Geschäftsführer der Wetzlarer Buderus Edelstahl GmbH, Jens Mohr,
betonte, dass die in Regierungskreisen geplante Reduzierung der
CO2-Werte in Europa nicht unproblematisch sei. Neben einer Verlagerung
von Emissionen nach Asien oder Amerika könne ein solcher Weg auch zur
Verlagerung hessischer Arbeitsplätze an ausländische
Produktionsstandorte führen.
Die Forderung des Beirates fasste der Vorsitzende Dr. Dietrich Heine
zusammen: „Die Bundesregierung muss in ihrem derzeitigen
Entscheidungsprozess bezüglich eines tragfähigen Energiekonzeptes ihren
Zick-Zack-Kurs beenden. Die mittelhessischen Unternehmerverbände fordern
die Politik auf, die Rahmenbedingungen der Energieversorgung so zu
verbessern, dass Energie nicht nur umweltverträglich, sondern vor allem
zu möglichst niedrigen Preisen bereit gestellt wird und rund um die Uhr
verfügbar bleibt.“
Die Mitglieder des mittelhessischen VhU-Regionalbeirats sind Unternehmer
und Firmenvertreter aus den verschiedensten in Mittelhessen ansässigen
Branchen.
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