Büdingen

Eindrucksvolle Fakten und Zahlen

Wetterau | 25.01.2012

Puttrich, Ministerin für Umwelt, Energie und Landwirtschaft: „Ich hätte nicht gedacht, dass der gesamte Service derart in die Br
Puttrich, Ministerin für Umwelt, Energie und Landwirtschaft: „Ich hätte nicht gedacht, dass der gesamte Service derart in die Br

Puttrich, Ministerin für Umwelt, Energie und Landwirtschaft: „Ich hätte nicht gedacht, dass der gesamte Service derart in die Breite geht“.

Dr. Gerd Albert, Vorsitzender des Vorstands der Ärztlichen Verrechnungsstelle, fand gleich die richtige Wertung für den hohen Besuch: „Eine Staatsministerin und zwei Büdinger Ehrenbürger.“ Lucia Puttrich als Mitglied der hessischen Landesregierung sowie Dr. Christian Schwarz-Schilling und Jules August Schröder gaben in dem großen Büdinger Unternehmen ihre Visitenkarte ab und vernahmen von Geschäftsführer Armin Stecher eindrucksvolle Zahlen, aber auch all das, was den aktuellen Spielraum bestimmt.

 

„Ich hätte nicht gedacht, dass der gesamte Service derart in die Breite geht“, zeigte sich Puttrich, Ministerin für Umwelt, Energie und Landwirtschaft, von den Ausführungen beeindruckt. Wobei Stecher zunächst alle Finanzdienst- und Beratungsangebote für Ärzte und Zahnärzte benannte, was vom Abrechnungs- übers Inkassoverfahren bis hin zur Steuerberatung verläuft. 500 Mitarbeiter in neun Niederlassungen versehen diese Arbeit. Es waren in früheren Zeiten schon einmal 600. Wobei Stecher nicht verschwieg, dass der Wettbewerb, der in dieser speziellen Branche mittlerweile Einzug gehalten hat, einen schärferen Wind mit sich brachte, wovon die Ärztliche Verrechnungsstelle nicht verschont blieb. „Die Zentralisierung ist auch bei uns Gebot der Zeit.“ Dies komme dem Standort Büdingen entgegen, wo derzeit mit 300 Beschäftigten ohnehin ein Großteil der Unternehmensgruppe tätig ist. 20 Azubis sind auf dem Ausbildungssektor im Einsatz. Mit Interesse vernahm Puttrich, dass es immer schwieriger werde für den Betrieb, Auszubildene mit adäquatem Niveau zu finden. Die Tatsache, dass händeringend Steuerberater gesucht werden, veranlasste Schwarz-Schilling, nachzufragen, warum das so sei. Die Antwort, eine solche Ausbildung sei außerordentlich schwierig und verlange später lebenslanges Lernen, vermochte ihn nicht zu überzeugen, denn schließlich biete dieser Beruf auch einiges und lebenslanges Lernen sei woanders ebenso an der Tagesordnung.

 

Die Vorstands-Mediziner Dr. Gerd Albert, Dr. Gernot Heller und Dr. Axel Steffan, nannten zudem Gründe, warum es sehr schwierig sei, bei einer Praxisaufgabe geeignete junge Ärzte für die Nachfolge zu gewinnen (beginnend bei den Zulassungsverfahren), was für die Ärztliche Verrechnungsstelle aber zwangsläufig Grundvoraussetzung dafür ist, um auch in Zukunft weiter erfolgreich zu wirken. Dabei stehen die kaufmännischen und verwaltungstechnischen Aufgaben zur Entlastung der Ärzte im Vordergrund, insbesondere auch die Durchführung der privaten Honorarabrechnungen. Jährlich werden über zwei Millionen Rechnungen mit einem Honorarvolumen von etwa 400 Millionen Euro bearbeitet. Insgesamt 8500 Ärzte nehmen die angebotenen Dienstleistungen in Anspruch.

 

Stecher konnte weitere stolze Zahlen in den Raum stellen: die Ärztliche Verrechnungsstelle verzeichnet einen Dienstleistungsumsatz von 31 Millionen und ein Betriebsergebnis von 3,8 Millionen Euro. Aber auch die innerbetriebliche Lohnsumme von 20 Millionen Euro ist ein deutlicher Hinweis darauf, wie wichtig die Funktion des Unternehmens als regionaler Arbeitgeber ist.

 

Doch insbesondere bei der Betreuung von Krankenhäusern wird das Klima rauher. Auch von privaten Klinikgruppen dominierte Abrechnungsanbieter gehen radikal ran. Auf Grund dieser Tatsache wird die Ärztliche Verrechnungsstelle beispielsweise den bisherigen Kunden Uniklinikum Gießen-Marburg verlieren. Trotzdem ist Armin Stecher optimistisch, die künftigen Herausforderungen zu bestehen, denn die Qualität der von seinem Unternehmen angebotenen Dienstleistungen sei außergewöhnlich hoch und anerkannt. Dieses Niveau soll auch künftig stets verbessert werden.

 

 

Foto: Freute sich über das neue Büdingen-Buch von Dr. Volkmar Stein: Ministerin Lucia Puttrich. Rechts Anette Benzing, Geschäftsführerin der zur Unternehmensgruppe gehörenden Adfontis-Steuerberatung. Bild: red

 

 

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