Wetterau | 10.02.2012

„Junior of the year“ Timo Peschges stellte sein Preisgeld zur Verfügung
„Junior of the year“ Timo Peschges stellte sein Preisgeld zur Verfügung
Die gezielte Vorbereitung junger Menschen auf „das Leben nach der Schule“ ist eines der Hauptanliegen der Wirtschaftsjunioren Wetterau. Als Timo Peschges im vergangenen Jahr im Rahmen der Wirtschaftsjunioren-Landeskonferenz in Frankfurt die Auszeichnung „Junior of the year“ – kurz „JOY“ – erhielt, musste er nicht lange überlegen, was mit dem Preisgeld von 400 Euro geschehen sollte. Schnell stand der Entschluss fest, das Geld für ein Projekt in der Berufsorientierung zur Verfügung zu stellen. Die Wirtschaftsjunioren Wetterau schickten eine Ausschreibung an Schulen im Wetteraukreis mit der Bitte, ihre Konzepte und deren Ziele kurz zu skizzieren. Nach Prüfung vieler interessanter Vorschläge fiel die Wahl schließlich auf das Projekt „Karriere(t)räume“ der Singbergschule in Wölfersheim.
„Ihr Projekt hat uns sowohl von der Art der Präsentation als auch vom Inhalt am meisten überzeugt“, betonte Peschges im Rahmen der Preisübergabe an die Direktoren Renate Schäfer und Thomas Gerlach sowie die Lehrer Maria Schwaab-Schwarzhaupt und Alexander Rentsch Ende Januar in Wölfersheim. „Sie haben großes Engagement bewiesen“, lobte auch Kai Schelberg, Geschäftsführer der Wirtschaftsjunioren. Zur Förderung einer praxisbezogenen Berufsorientierung schickt die Singbergschule, eine Kooperative Gesamtschule mit Schwerpunkt Musik, seit 2009 jeweils zwei achte Klassen in das Ausbildungszentrum der Bauwirtschaft (ABZ) nach Nidda. Hier absolvieren die Schüler mindestens 60 Stunden in den Bereichen Mauerwerksbau, Holz, Farb-/Raumgestaltung sowie Logistik und Lagerhaltung.
„Die Schüler lassen sich hier auf Berufsfelder ein, die für viele von ihnen bisher nicht in Betracht kamen“, erläuterte Renate Schäfer. Ein Großteil der Schüler würde in den zwei Wochen in Nidda konkrete Berufswünsche entwickeln. „Individuelle Aufgabenstellungen und das kreative gemeinsame Arbeiten führen zu Erfolgserlebnissen und steigern die Motivation, einen guten Schulabschluss zu machen“, hob die Direktorin hervor. Das ausgezeichnete Projekt „Karriere(t)räume“ ist nur eine von zahlreichen berufsvorbereitenden Maßnahmen der Schule. „Durch intensiven, direkten Kontakt zu überbetrieblichen Ausbildungsorten, Berufsschulen und regionalen Unternehmen haben sich gute Ausbildungschancen für unsere Schulabgänger eröffnet“, betonte Thomas Gerlach. Auch in diesem Jahr wird die Singbergschule wieder zwei achte Klassen nach Nidda schicken.
Mit den 400 Euro Preisgeld wird die 1.100 Schüler(innen) zählende Schule einen großen Teil der Anschaffungskosten für Netbooks decken können.
Foto: Kai Schelberg (Dritter von rechts) und Timo Peschges (Vierter von rechts) übergaben einen Scheck in Höhe von 400 Euro an Renate Schäfer (rechts), Thomas Gerlach (Zweiter von rechts) sowie die Schüler und Lehrer der Klassen 8H1 und 8H2. Bild: P. Zielinski
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